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Wer braucht eine Hebamme?
Jede Schwangere, Gebärende, Mutter oder Familie, die ein Kind bekommt, braucht eine Hebamme. Die Hebamme unterstützt sie während der Schwangerschaft, indem sie zum Beispiel die Schwangerenvorsorge übernimmt, Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden leistet oder einen Geburtsvorbereitungskurs für Sie (und Ihren Partner) anbietet. Während jeder Geburt werden Sie von einer Hebamme betreut, das ist in Deutschland Gesetz, und zwar egal, wo die Geburt stattfindet. Das kann im Krankenhaus, im Geburtshaus oder zu Hause sein. Nach der Geburt kommt eine Hebamme zu Ihnen nach Hause und unterstützt Sie in den ersten Wochen mit dem Kind. Diese medizinische und beratende Tätigkeit findet bis zur achten Lebenswoche des Kindes regelmäßig statt und kann danach noch bis zur Umstellung der Nahrung des Kindes immer wieder sporadisch in Anspruch genommen werden. Vielleicht besuchen Sie auch nach der Geburt einen Rückbildungskurs, den eine Hebamme anbietet. Alle diese Leistungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt, und zwar ohne Rezept oder Antrag – einfach so.
Wer braucht eine Familienhebamme?
Familienhebammen werden von Schwangeren, Müttern und Familien gebraucht, die sich in einer besonderen Situation befinden. Diese Unterstützung findet immer zusätzlich zur regulären Hebammenbetreuung statt. Die besondere Situation kann ganz unterschiedlich sein. Vielleicht sind Sie mit der neuen Familiensituation nicht so uneingeschränkt glücklich, wie Sie es sich gewünscht haben. Wenn Ihr Kind zu früh geboren ist, behindert oder verstorben ist, könnte die Hilfe einer Familienhebamme für Sie infrage kommen. Auch wenn Sie selber schwer oder chronisch krank sind, kann eine Familienhebamme Sie unterstützen. Es können Konflikte mit dem Partner/der Partnerin sein, die so schwerwiegend sind, das sie die Versorgung des Kindes oder Sie selber beeinträchtigen. Alte oder neue Probleme mit Gewalterfahrungen oder mit Drogen könnten ein Grund sein, die Hilfe einer Familienhebamme in Anspruch nehmen zu wollen. Ebenso ernsthafte Schwierigkeiten, für den eigenen Unterhalt oder den des Kindes/der Kinder zu sorgen.